Ein Operabend stand bevor, immer schon ganz scharf auf jedlichen Tudor-Stoff konnte ich es kaum erwarten bis es mit der Overtüre los ging. "Anna Bolena" ist eine lyrische Tragödie in zwei Akten von Gaetano Donizetti (*29. November 1797 in Bergamo - † 8. April 1848 ebenda) welches mehr als drei Stunden dauert. Das Libretto verfasste Felice Romani nach den Dramen „Henri VIII.“ von Marie-Joseph de Chénier und „Anna Bolena“ von Alessandro Ercole Graf Pepoli. “Anna Bolena” ist Donizetti's seiner 35. Oper, mit ihr schaffte er in Mailand (Uraufführung war am 26. Dezember 1830) endlich den Durchbruch. "Anna"machte ihn zum führenden Komponisten des italienischen Musiktheaters, sein grösster Rivale war Rossini.
@ Télerama 30 Mars 2011
Gestern übertragte ARTE die Belcanto-Oper live aus Wien. Es handelt ist eine Dreiecks-Liebesgeschichte in zwei Akten. Sie ist angelehnt an das Schicksal der historischen Anne Boleyn, der zweiten Frau des englischen Königs Henry VIII. Er ließ die Königin (Anna Bolena) im Jahre 1536 enthaupten, um elf Tage später ihre Gesellschafterin Jane Seymour (Giovanna) zu heiraten.
In Szene gesetzt wurde die Wiener-Version vom französchischen Regisseur Eric Génovèse, die volle, kontinuierliche, majestätisch feierliche Orchestrierung und der Chor stand unter der Leitung des bekannten Dirigenten Evelino Pido. Diesen konnte ich einmal selbst live in harter Arbeit an der Oper von Nancy/Frankreich bewundern.
In Donizettis Tragödie stehen sich zwei Rivalinen gegenüber: Königin Anna ( Anna Netrebko- Sopran) und Giovanna (Elina Garanča- Mezzosopran), die historische Tragödie wird zum musikalischen Epos.
Der Vorhang hebt sich über einem Saal im königlichen Palast zu Windsor. Trotz des Kommens und Gehens der Höflinge (Chor) in dem erleuchteten Saal ist die Atmosphäre weder brilliant noch festlich. Die Intensität und Gefühlskala der Protagonisten steigert sich zu einer duster und unversöhnlich der Katastrophe zugehenden Geschichte.
Das Ende ist tragisch: Anna wird zum Tode verurteilt und geköpft. Zuvor wird sie von Fieberträumen heimgesucht (genauso wie später die Heldin “Lucia di Lammermoor”- meine Donizetti Lieblingsoper). Anna erinnert sie sich im Kerker des Towers an die Zeit ihrer ersten großen Liebe... diese war nicht Heinrich der VIII.
In Donizettis Tragödie stehen sich zwei Rivalinen gegenüber: Königin Anna ( Anna Netrebko- Sopran) und Giovanna (Elina Garanča- Mezzosopran), die historische Tragödie wird zum musikalischen Epos.
Der Vorhang hebt sich über einem Saal im königlichen Palast zu Windsor. Trotz des Kommens und Gehens der Höflinge (Chor) in dem erleuchteten Saal ist die Atmosphäre weder brilliant noch festlich. Die Intensität und Gefühlskala der Protagonisten steigert sich zu einer duster und unversöhnlich der Katastrophe zugehenden Geschichte.
Das Ende ist tragisch: Anna wird zum Tode verurteilt und geköpft. Zuvor wird sie von Fieberträumen heimgesucht (genauso wie später die Heldin “Lucia di Lammermoor”- meine Donizetti Lieblingsoper). Anna erinnert sie sich im Kerker des Towers an die Zeit ihrer ersten großen Liebe... diese war nicht Heinrich der VIII.


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